Willkommen auf der Seite CD42


Zurück zu Bemerkenswertes



Unternehmensberater

Ein Versuch, diese Berufsbezeichnung näher zu beschreiben ist äußerst schwierig.
Eine Möglichkeit bietet die Zerlegung des Wortes in seine Bestandteile.

Unternehmen scheint das Gegenteil von übernehmen zu sein
und sich zu übernehmen ist im Allgemeinen genauso schlecht wie nichts zu unternehmen.
In den meisten Fällen ist aber das Nichtstun, also das Unternehmen,
viel beliebter, so wird auch kein größerer Schaden angerichtet.

Das Wort nehmen sagt aus, es wird etwas genommen, obwohl angenommen wird,
dass Menschen dieses Berufsstandes eher geben als nehmen.
Die zweite Silbe von nehmen für sich alleine genommen,
ergibt das englische Wort „men“, damit sind wohl Männer gemeint.
Denn es sind in der Mehrzahl Männer die diesen Beruf ausüben,
eine richtig männliche Arbeit eben.

Das Schlusswort bildet den Rater, bekanntlich ist es jemand,
der nichts Genaues weiß und deshalb zum Raten übergeht.
Eine andere Deutung wäre, dass der Unternehmensberater so gut bezahlt wird,
dass man dessen Gehalt nur noch in Raten bezahlen kann, wenn dann noch was da ist.

Doch Vorsicht, auch die ersten beiden Buchstaben, das „u“ mit einem „n“, sind sehr beachtenswert.
Beide zusammen bilden die Silbe „un“ und diese ist fast immer negativ behaftet.
Eine kleine Auswahl von Worten mit „un“, wie unmöglich, unscheinbar, Unglück, underground,
lassen schon reichlich negatives erkennen.

Wie bereits angemerkt, es macht ausgesprochen viel Mühe,
eine genaue Beschreibung dieses Berufes zu formulieren.
Eine Überlegung wäre, dafür einen Unternehmensberater engagieren.

© Dirk Czarnetzki, Oktober 2009