Allgemeines
Der Pupmatz oder auch Pupvogel (avis pupus rex) gehört zur Gattung der Laufvögel
und ist verbreitet anzutreffen im Münsterland, wie auch in Ostwestfalen.
Die größten Herden befinden sich in den Städten Münster, Bielefeld und Gütersloh.
Er ist genetisch nicht verwandt mit dem Buntspecht.
Sein Äußeres ist geprägt von einem dunkelbraunen, dichten Federkleid,
er ist daher relativ unempfindlich was Kälte angeht.
Ein ausgewachsener Vogel, männlich wie auch weiblich, erreicht eine Körperlänge von ca. 32 cm.
Die Flügel haben sich im Laufe der Zeit zurückgebildet, zu kleineren Stummeln von ca. 5 cm.
Das Gewicht beträgt je nach Exemplar zwischen 2-3,5 kg, mit anderen Worten,
die Vögel sehen ein wenig seltsam aus.
Trotz des recht unförmigen Körperbaus, ist er dank der kräftigen Beine, ein recht flinker Geselle.
Ist Gefahr im Vollzug, kann er schon mal kurzfristig eine Geschwindigkeit von 80 km/h erreichen.
Damit übertrifft er die meisten Laufvögel, wie beispielsweise Strauß und Emu.
Verständigung
Im Gegensatz zu anderen Vögeln piept oder krächzt er nicht.
Das Singen und Flöten ist ihm aber nicht fremd.
Vor allem in Gesellschaft mit anderen Pupvögeln, wird gerne mal ein Lied angestimmt.
Denn Geselligkeit liebt dieser Vogel außerordentlich.
Die Pupvögel haben eine ausgesprochen hoch entwickelte Sprache.
Da sie ständig Blähungen haben, machte die Natur aus der Not eine Tugend,
es entwickelte sich eine Pupsprache. Von lauten donnernden Tönen, bis zum leisen Zischeln,
sind wirklich alle Töne hörbar. Eine Besonderheit ergibt sich aus den Gerüchen,
denn Blähungen sind nicht nur akustisch wahrnehmbar, sondern je nach Geruch,
bekommt jeder Laut auch eine andere Bedeutung.
Das interessante an der Sprache ist der lange Redefluss,
Unterbrechungen gibt es nicht, da sie keine Luft holen müssen.
Eine Sprache die im Tierreich ihresgleichen sucht.
Nahrung
Diese Vögel sind die absoluten Feinschmecker, es soll wohl auch richtige Rezepte geben,
um die Nahrung schmackhaft zuzubereiten. Einige Rezepte fand man an Hauswänden,
eingeritzt für die Nachkommenschaft.
Nach einem langen Studium der Kratzer war man in der Lage einige der Rezepte zu übersetzen.
Beispiele: Made in Birkenblatt mit einer Prise Pfeffer, Wurm in Aspik,
Fruchtsalat mit ganzen Käfern, selbst eingelegte Motte in Aspik kannten diese Vögel schon.
In Gesellschaft wird auch gerne gegrillt, da sie die Kunst des Feuers nicht beherrschen,
dienen ihnen dazu eingefangene Glühwürmchen. Diese geben eine gleichmäßige Temperatur ab
und qualmen auch nicht so. Während die Zutaten auf dem Glühwürmchengrill liegen,
tanzen sie im Kreis und singen.
Fortpflanzung und Aufzucht
Pupmatzmann und Pupmatzfrau sind relativ treu, das Weibchen legt im Frühjahr ein bis zwei Eier.
Die Brutzeit beträgt ca. 6 Wochen und heraus kommen dabei wunderschöne kleine,
mit bunten Federn geschmückte Piepmätze. Die Forschung hat es nicht für möglich gehalten,
trotz des Eierlegens ist der Pupvogel ein Säugetier.
Ungefähr zwölf Wochen lang werden die Kleinen mit Muttermilch ernährt,
bis es ans Rezepte lernen geht. Hat der Nachwuchs 6 Rezepte verinnerlicht,
ist er in der Lage für sich selber zu sorgen.
Nach ungefähr 2 Jahren wechseln die Nachkommen das Federkleid, sie werden nun zu echten Pupmätzen
und sind nach Abschluss des Federwechsels zeugungsfähig.
Dieser Tag wird natürlich ausgiebig gefeiert, mit Grillen, Singen und viel Tanz.
Details wie z. B. Lebenserwartung
Warum wir den Pupvogel oft hören und nie sehen hat mehrere Gründe.
Er hält sich bevorzugt im Unterholz auf und ist erst gegen Abend aktiv.
Neben dem Unterholz sind ihm auch sehr dichte Hecken angenehm.
Ist er mal am Tag aktiv, so kann man ihn wegen der hohen Geschwindigkeit, die er drauf hat,
kaum registrieren. Ja, dieser Vogel ist schon ein Wunder der Natur.
Natürliche Feinde kennt er nicht und so kann ein Vogel dieser Gattung schon mal das
hohe Alter von 90 Jahren erreichen. Die Laufgeschwindigkeit nimmt dann ein wenig ab,
was mit einer großen Lebenserfahrung aber ausgeglichen wird.
So sind diese Vögel nun einmal, oft zu hören aber fast nie zu sehen.
© Dirk Czarnetzki, Februar 2011